Lexikon: Alkoholfreier WeinFachbegriffe & Definitionen
Aromenprofil
Das Aromenprofil beschreibt, welche Geschmacks- und Duftnoten in einem alkoholfreien Wein oder Sekt wahrgenommen werden können. Dazu gehören fruchtige, blumige, würzige oder mineralische Eindrücke, die das Trinkerlebnis prägen.
Aromenrad
Ein Aromenrad ist ein visuelles Hilfsmittel, das die möglichen Aromen von Wein systematisch darstellt. Es erleichtert Verkostern, die verschiedenen Duft- und Geschmackseindrücke zu erkennen und einzuordnen.
Aromenverlust
Bei der Entalkoholisierung kann es zu einem Verlust an feinen Duft- und Geschmacksstoffen kommen. Moderne Verfahren versuchen, diese Einbußen durch schonende Techniken zu minimieren.
Ausbau
Der Ausbau bezeichnet den Prozess der Reifung und Behandlung des Weins nach der Gärung. Auch bei alkoholfreien Varianten entscheidet er über Stil, Struktur und Charakter des Endprodukts.
Auswahlverfahren
Unter Auswahlverfahren versteht man die Methoden, mit denen Winzer die passenden Trauben für die Herstellung von alkoholfreiem Wein bestimmen. Kriterien sind dabei Rebsorte, Reifegrad und Eignung für die Entalkoholisierung.
Balance
Balance meint die Harmonie zwischen Süße, Säure, Kohlensäure und Aroma. Ein alkoholfreier Wein oder Sekt wirkt besonders gelungen, wenn keine Komponente zu stark dominiert.
Barrique
Ein Barrique ist ein kleines Eichenholzfass, in dem Weine ausgebaut werden. Auch alkoholfreie Weine können darin lagern, um Vanille-, Röst- oder Karamellnoten zu entwickeln.
Blanc de Blancs
Dieser Begriff bezeichnet Schaumweine, die ausschließlich aus weißen Trauben gekeltert werden. Auch alkoholfreie Blanc de Blancs haben meist frische, elegante und zitrusbetonte Aromen.
Blanc de Noirs
Ein Blanc de Noirs ist ein weiß gekelterter Schaumwein aus roten Trauben wie Pinot Noir oder Spätburgunder. In der alkoholfreien Variante zeigt er oft einen kräftigeren Körper und würzige Noten.
Bouquet
Das Bouquet bezeichnet die Gesamtheit aller Düfte, die aus dem Glas aufsteigen. Es vermittelt den ersten sensorischen Eindruck und kann blumig, fruchtig oder würzig wirken.
Carbonisierung
Unter Carbonisierung versteht man die technische Zufuhr von Kohlensäure in den Wein. Bei alkoholfreiem Prosecco oder Sekt sorgt sie für die typische Perlage und Frische.
Charakter
Der Charakter beschreibt die unverwechselbare Persönlichkeit eines Weins oder Sekts. Er entsteht durch Rebsorte, Ausbau, Entalkoholisierungsmethode und die Arbeit des Winzers.
Chardonnay
Chardonnay ist eine der weltweit beliebtesten Rebsorten für Schaumweine. In alkoholfreier Form zeigt er meist Aromen von Apfel, Birne und Zitrus sowie eine cremige Textur.
Charmat-Methode
Die Charmat-Methode ist ein Verfahren, bei dem die zweite Gärung im Drucktank stattfindet. Auch bei alkoholfreiem Prosecco wird sie oft imitiert, um eine frische, spritzige Note zu erzeugen.
Cuvée
Eine Cuvée ist die Mischung mehrerer Rebsorten oder Grundweine. Ziel ist es, einen harmonischen, komplexen und runden alkoholfreien Wein oder Schaumwein zu schaffen.
Degustation
Degustation bedeutet das bewusste und strukturierte Verkosten eines Weins oder Sekts. Dabei achtet man auf Farbe, Duft, Geschmack und Nachhall, um Qualität und Stil zu beurteilen.
Dekanter
Ein Dekanter ist ein Gefäß, in dem Wein vor dem Genuss belüftet wird. Bei alkoholfreien Rotweinen kann dies helfen, Aromen zu öffnen und Tannine abzumildern.
Dekarbonisierung
Dekarbonisierung bedeutet, einem Wein oder Sekt die Kohlensäure zu entziehen. Dies kann nötig sein, wenn ein Produkt still abgefüllt werden soll.
Dosage
Die Dosage ist eine Mischung aus Zucker und Flüssigkeit, die nach der Gärung zugesetzt wird. Bei alkoholfreiem Sekt ersetzt man sie oft durch Traubenmost oder natürliche Süßungsmittel.
Drucktank
Ein Drucktank ist ein speziell verschließbarer Behälter für die Schaumweinproduktion. Er ermöglicht es, Gärung oder Kohlensäurezugabe kontrolliert durchzuführen.
Edelstahlfass
Ein Edelstahlfass ist ein neutrales Behältnis zur Reifung von Wein. Es schützt vor Oxidation und bewahrt frische, fruchtige Aromen. Besonders bei alkoholfreien Weinen wird es gerne verwendet, um die Reinheit des Geschmacks zu erhalten.
Eiswein alkoholfrei
Ein alkoholfreier Eiswein ist ein Dessertwein, der aus gefrorenen Trauben gewonnen wird und anschließend entalkoholisiert wird. Er zeichnet sich durch intensive Süße und komplexe Fruchtaromen aus. Solche Spezialitäten sind selten, da die Herstellung sehr aufwendig ist.
Entalkoholisierung
Die Entalkoholisierung ist der technische Prozess, bei dem dem Wein der Alkohol entzogen wird. Dies geschieht meist durch Verfahren wie Vakuumdestillation, Umkehrosmose oder Kälteverfahren. Ziel ist es, möglichst viel Aroma zu erhalten, während der Alkohol verschwindet.
Etikett
Das Etikett enthält alle relevanten Informationen wie Rebsorte, Herkunft und Alkoholgehalt. Bei alkoholfreien Weinen muss angegeben werden, ob es sich um 0,0 % oder <0,5 % Alkohol handelt. Es dient auch als Marketinginstrument, da es die Kaufentscheidung beeinflusst.
Extrakt
Der Extrakt bezeichnet die Gesamtheit der nichtflüchtigen Inhaltsstoffe wie Mineralien, Säuren oder Glycerin im Wein. Er verleiht Struktur und Tiefe. Auch bei alkoholfreien Varianten bestimmt er den Körper des Getränks.
Feinperlig
Feinperlig beschreibt die zarte, gleichmäßige Perlage von Schaumweinen. Alkoholfreie Proseccos und Sekte zeichnen sich oft durch eine sanfte, nicht übermäßige Kohlensäure aus. Dies macht sie angenehm frisch und leicht trinkbar.
Filtration
Filtration bedeutet, dass der Wein durch Filter von Trubstoffen, Hefen oder Partikeln gereinigt wird. Sie sorgt für Klarheit und Stabilität. Auch alkoholfreie Produkte durchlaufen diesen Schritt vor der Abfüllung.
Food-Pairing
Food-Pairing beschreibt die Kombination von Wein oder Sekt mit passenden Speisen. Alkoholfreie Varianten lassen sich besonders gut mit leichten Gerichten, Desserts oder asiatischer Küche kombinieren. Ziel ist es, ein harmonisches Geschmackserlebnis zu erzeugen.
Frizzante
Frizzante bezeichnet einen leicht perlenden Wein, häufig in Verbindung mit Prosecco. In alkoholfreier Version sorgt er für eine sanfte Spritzigkeit ohne die Wucht eines Sekts. Er ist besonders im Sommer beliebt.
Fruchtaromen
Fruchtaromen entstehen aus den Trauben selbst oder entwickeln sich durch den Ausbau. Typische Noten sind Apfel, Birne, Beeren oder Zitrus. Bei alkoholfreien Weinen sind diese Aromen oft noch stärker ausgeprägt, um den fehlenden Alkohol auszugleichen.
Gärstopp
Ein Gärstopp wird eingesetzt, um die Bildung von Alkohol zu verhindern oder zu begrenzen. Dazu wird die Hefe entfernt oder die Temperatur gesenkt. So kann man fruchtige Süße erhalten und den Alkoholgehalt niedrig halten.
Gärung
Die Gärung ist der biologische Prozess, bei dem Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt wird. Für alkoholfreien Wein wird der Alkohol später entzogen. Manche Hersteller stoppen die Gärung frühzeitig, um den Alkoholgehalt niedrig zu halten.
Geschmackstypen
Weine und Sekte werden nach Geschmackstypen wie Trocken, Halbtrocken oder süß klassifiziert. Diese Angaben gelten auch für alkoholfreie Produkte. Sie helfen Verbrauchern bei der Orientierung.
Glasempfehlung
Die Wahl des richtigen Glases beeinflusst das Trinkerlebnis. Für alkoholfreien Wein nutzt man üblicherweise Weiß- oder Rotweingläser, für alkoholfreien Sekt sind diese Weingläser auch geeignet. Ein gutes Glas bündelt die Aromen, da es nach oben enger wird und verstärkt den Genuss.
Glycerin
Glycerin ist ein natürlicher Bestandteil des Weins, der während der Gärung entsteht. Es trägt zur Viskosität und Fülle bei. Auch in alkoholfreien Weinen sorgt es für ein rundes Mundgefühl.
Halbtrocken
Halbtrocken ist eine Geschmacksrichtung mit moderater Restsüße. Alkoholfreie Weine in dieser Kategorie wirken ausgewogen, da die Süße die fehlende Wärme des Alkohols kompensiert. Sie sind für viele Konsumenten leicht zugänglich.
Harmonie
Harmonie beschreibt das ausgewogene Zusammenspiel aller Geschmacksbestandteile. Ein alkoholfreier Wein wirkt besonders gelungen, wenn Süße, Säure und Aromen in Einklang stehen. Dieses Ziel verfolgen Winzer mit viel Sorgfalt.
Hefe
Hefen sind Mikroorganismen, die die Gärung einleiten. Sie prägen den Charakter eines Weins durch die Bildung von Aromen. Auch bei alkoholfreien Varianten spielen sie eine Rolle, bevor der Alkohol wieder entfernt wird.
Herstellungsmethoden
Zur Herstellung von alkoholfreiem Wein gibt es mehrere Methoden: Vakuumdestillation, Umkehrosmose und Kälteverfahren. Jede Methode hat Vor- und Nachteile in Bezug auf Aromaerhalt und Kosten. Moderne Winzer kombinieren oft mehrere Verfahren.
Inhaltsstoffe
Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Wein sind Wasser, Säuren, Zucker, Mineralien und Aromastoffe. Auch in alkoholfreiem Wein sind diese Bestandteile vorhanden, nur der Ethanol-Anteil fehlt. Sie bestimmen maßgeblich den Geschmack und die gesundheitliche Verträglichkeit.
Innovationen
Innovation spielt in der alkoholfreien Weinherstellung eine zentrale Rolle. Neue Verfahren wie Aromarückgewinnung sorgen dafür, dass die Produkte geschmacklich näher am Original liegen. So wird das Angebot stetig verbessert und attraktiver für Konsumenten.
Intensität
Die Intensität beschreibt, wie stark die Aromen und Geschmacksnoten im Wein wahrnehmbar sind. Ein alkoholfreier Wein kann intensive Fruchtaromen haben, auch wenn er weniger komplex wirkt als alkoholhaltige Varianten. Verkoster bewerten Intensität sowohl im Duft als auch im Geschmack.
Internationalisierung
Der Markt für alkoholfreien Wein wächst weltweit und wird zunehmend international. Hersteller exportieren ihre Produkte nach Europa, Asien und Amerika. Dadurch entsteht eine größere Vielfalt und auch ein Wettbewerb um Qualität.
Isotonisch
Isotonische Getränke haben ein ähnliches Verhältnis von Mineralien und Zucker wie das Blut. Manche alkoholfreien Weine und Sekte werben mit isotonischer Wirkung und richten sich an sportlich aktive Konsumenten. Dadurch werden sie auch als Alternative zu Softdrinks interessant.
Jahrgang
Der Jahrgang gibt das Erntejahr der Trauben an. Auch bei alkoholfreiem Wein kann der Jahrgang auf dem Etikett stehen, wenn der Charakter durch Klima und Bedingungen geprägt ist. Jahrgangsunterschiede wirken sich spürbar auf Aromen und Qualität aus.
Japan-Markt
Japan gilt als einer der innovativen Märkte für alkoholfreie Getränke. Die dortige Kultur legt großen Wert auf Gesundheit und bewussten Konsum. Deshalb haben alkoholfreier Wein und Sekt dort früh große Beliebtheit erlangt.
Jubiläumssekt
Ein Jubiläumssekt ist eine Sonderedition, die zu besonderen Anlässen herausgegeben wird. Viele Produzenten bieten mittlerweile auch alkoholfreie Varianten an. Sie eignen sich perfekt für Feierlichkeiten, bei denen alle Gäste mit anstoßen können.
Jugendschutz
Der Jugendschutz regelt den Verkauf von Wein und Sekt an Minderjährige. Alkoholfreier Wein mit weniger als 0,5 % Alkohol darf auch an Minderjährige verkauft werden.
Jungwein
Jungwein ist ein sehr frischer Wein, der kurz nach der Gärung konsumiert wird. In alkoholfreier Form zeichnet er sich durch lebhafte Fruchtaromen und Leichtigkeit aus. Er ist meist unkompliziert und zugänglich.
Kalorienarm
Alkoholfreier Wein und Sekt enthalten oft weniger Kalorien als ihre alkoholischen Pendants. Das liegt daran, dass Alkohol selbst viele Kalorien liefert. Dadurch eignen sie sich für bewusste Genießer und gesundheitsorientierte Konsumenten.
Kaltvergärung
Die Kaltvergärung ist eine Gärung bei niedrigen Temperaturen. Sie erhält besonders viele fruchtige Aromen und wird gerne für Weißweine verwendet. Auch alkoholfreie Produkte profitieren von dieser Methode.
Kapsel
Die Kapsel ist die Folienhülle über dem Korken oder Schraubverschluss. Sie schützt den Verschluss vor Schmutz und dient als dekoratives Element. Auch bei alkoholfreien Flaschen wird sie eingesetzt, um ein hochwertiges Erscheinungsbild zu schaffen.
Kohlensäure
Kohlensäure sorgt für die prickelnde Frische in Schaumwein, Prosecco und Sekt. Bei alkoholfreien Varianten wird sie technisch zugesetzt oder während des Gärprozesses erhalten. Sie beeinflusst das Mundgefühl und die Spritzigkeit entscheidend.
Körper
Der Körper beschreibt, wie vollmundig ein Wein im Mund wirkt. Alkoholfreien Weinen fehlt oft etwas an Schwere, da der Alkohol einen großen Teil dazu beiträgt. Winzer gleichen das durch Restsüße oder Extraktstoffe aus.
Lagerung
Die Lagerung beeinflusst die Haltbarkeit und den Geschmack eines Weins. Alkoholfreie Weine sollten meist jung getrunken werden, da sie nicht so lange reifen wie alkoholhaltige Varianten. Kühl und dunkel gelagert, bleiben sie am aromatischsten.
Lebensmittelrecht
Lebensmittelrechtliche Vorgaben bestimmen, wie alkoholfreie Weine etikettiert und verkauft werden dürfen. Besonders wichtig ist die Angabe des Alkoholgehalts (0,0 % oder <0,5 %). Auch Zusatzstoffe und Allergene müssen ausgewiesen sein.
Leichtigkeit
Leichtigkeit ist ein wichtiges Merkmal alkoholfreier Weine und Sekte. Da der Alkohol fehlt, wirken sie frisch, spritzig und bekömmlich. Dieser Charakter macht sie ideal für Sommerabende oder festliche Anlässe.
Likörzusatz
In der traditionellen Schaumweinherstellung wird zur Dosage Likör verwendet. Bei alkoholfreien Produkten ersetzt man diesen meist durch Traubensaft oder Traubenmost. So wird ein süßer und ausgewogener Geschmack erreicht.
Luxusmarken
Luxusmarken haben auch im Bereich alkoholfreier Getränke ihren Platz gefunden. Sie bieten Premiumprodukte an, die durch aufwendige Herstellung und edles Design überzeugen. Damit richten sie sich an Genießer, die höchsten Anspruch haben.
Markenvielfalt
Die Markenvielfalt im alkoholfreien Bereich ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Von kleinen Manufakturen bis hin zu großen Kellereien bieten viele Hersteller Alternativen an. Dadurch haben Konsumenten eine breite Auswahl an Stilen und Preisklassen.
Mikrooxidation
Mikrooxidation ist ein kontrolliertes Verfahren, bei dem Wein kleine Mengen Sauerstoff erhält. Dadurch wird er runder und komplexer. Manche Produzenten nutzen es auch bei alkoholfreien Rotweinen, um Struktur aufzubauen.
Mineralik
Mineralik bezeichnet die Eindrücke im Geschmack, die an Stein, Kreide oder Salz erinnern. Sie stammen vom Boden, auf dem die Reben wachsen. Auch alkoholfreie Weine können diese Note transportieren und dadurch komplex wirken.
Most
Most ist der frisch gepresste Traubensaft vor der Gärung. Er bildet die Grundlage für Wein, egal ob später mit oder ohne Alkohol. In alkoholfreien Varianten wird der Most oft besonders schonend verarbeitet, um die Frische zu bewahren.
Moussieren
Moussieren beschreibt das Aufsteigen feiner Bläschen im Glas. Es ist ein zentrales Qualitätsmerkmal von Schaumwein und zeigt, wie lebendig die Kohlensäure eingebunden ist. Alkoholfreie Sekte sollen genauso elegant moussieren wie klassische Varianten.
Nachhall
Der Nachhall beschreibt, wie lange die Aromen nach dem Schlucken im Mund spürbar sind. Ein langer, angenehmer Nachhall gilt als Qualitätsmerkmal. Auch alkoholfreie Weine können überraschend lange präsent bleiben.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit spielt im modernen Weinbau eine große Rolle. Biologisch angebaute Trauben und ressourcenschonende Herstellung prägen auch den alkoholfreien Markt. Verbraucher schätzen Produkte, die Umweltbewusstsein mit Genuss verbinden.
Nase
Die Nase bezeichnet den Geruchseindruck eines Weins beim Riechen. Er gibt oft Hinweise auf Rebsorte, Ausbau und Qualität. Bei alkoholfreien Weinen steht die Nase besonders im Fokus, da der Alkohol fehlt.
Neue Welt Weine
Neue Welt Weine stammen aus Ländern wie Australien, Chile oder den USA. Sie sind oft fruchtbetont und modern im Stil. Auch alkoholfreie Varianten aus diesen Regionen gewinnen zunehmend an Beliebtheit.
Non-alcoholic Sparkling
Non-alcoholic Sparkling ist die internationale Bezeichnung für alkoholfreien Sekt oder Prosecco. Sie wird vor allem auf Exportmärkten verwendet. Verbraucher erkennen damit sofort, dass es sich um eine prickelnde, aber alkoholfreie Alternative handelt.
Oechslegrad
Der Oechslegrad misst das Mostgewicht, also den Zuckergehalt im Traubensaft. Er entscheidet über die spätere Qualität und den potenziellen Alkoholgehalt. Bei alkoholfreiem Wein ist er ebenfalls wichtig, da Zucker auch für Restsüße sorgt.
Oenologie
Oenologie ist die Wissenschaft vom Weinbau und der Weinherstellung. Sie umfasst auch die Erforschung von alkoholfreien Verfahren. Fachleute entwickeln ständig neue Methoden, um Qualität und Geschmack zu verbessern.
Organoleptik
Organoleptik beschreibt die sinnliche Wahrnehmung von Lebensmitteln durch Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. In der Weinverkostung ist sie das zentrale Werkzeug, um Qualität zu beurteilen. Alkoholfreie Produkte werden auf die gleiche Weise geprüft.
Originalrebe
Originalreben sind traditionelle, klassische Rebsorten wie Riesling, Merlot oder Pinot Noir. Sie werden auch für alkoholfreie Varianten genutzt, um den authentischen Charakter zu bewahren. So erkennen Konsumenten bekannte Geschmacksbilder wieder.
Oxidation
Oxidation ist ein chemischer Prozess, der durch Kontakt mit Sauerstoff entsteht. In Maßen kann er den Wein runder machen, im Übermaß führt er zu Fehltönen. Auch alkoholfreie Weine müssen daher geschützt und richtig gelagert werden.
Perlage
Perlage bezeichnet die feinen, gleichmäßigen Kohlensäurebläschen im Glas. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Schaumwein. Alkoholfreie Proseccos und Sekte sollen eine ebenso elegante Perlage zeigen wie alkoholische.
Pinot Noir
Pinot Noir (Spätburgunder) ist eine edle Rotweinsorte, die auch für Schaumweine genutzt wird. In alkoholfreier Form liefert sie elegante, fruchtige und manchmal würzige Noten. Sie wird oft für Blanc de Noirs eingesetzt.
Produktionsschritte
Die Produktionsschritte reichen von der Traubenlese über die Gärung bis zur Entalkoholisierung und Abfüllung. Jeder Schritt beeinflusst den Geschmack und die Qualität. Auch bei alkoholfreien Weinen ist die Sorgfalt im Prozess entscheidend.
Prosecco DOC
Prosecco DOC ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung aus Italien. Offiziell darf alkoholfreier Prosecco den Namen nicht tragen, viele Produkte orientieren sich aber stilistisch daran. Sie bieten eine spritzige, fruchtige Alternative.
Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement umfasst alle Schritte zur Sicherung der Produktqualität. Dazu gehören Kontrollen bei der Traubenlese, im Ausbau und in der Abfüllung. Gerade bei alkoholfreien Weinen ist es wichtig, da Konsumenten hohe Erwartungen haben.
Qualitätsstufen
Qualitätsstufen geben Auskunft über die Güte und Herkunft eines Weins. Auch alkoholfreie Varianten orientieren sich an diesen Klassifikationen, selbst wenn sie rechtlich nicht immer gelten. Sie helfen Konsumenten, den Wert eines Produkts einzuschätzen.
Querverkostung
Eine Querverkostung ist der Vergleich mehrerer Weine oder Sekte nebeneinander. Bei alkoholfreien Produkten wird sie oft genutzt, um Unterschiede zu herkömmlichen Varianten herauszustellen. So lassen sich Stärken und Schwächen besser erkennen.
Quittenaromen
Quittenaromen beschreiben Noten, die an die Frucht Quitte erinnern. Sie treten besonders bei Weißweinen auf und können auch in alkoholfreien Varianten erhalten bleiben. Sie verleihen dem Wein eine würzig-fruchtige Tiefe.
Rebsorte
Die Rebsorte bestimmt maßgeblich das Aroma, die Struktur und den Stil eines Weins. Klassische Sorten wie Riesling, Chardonnay oder Merlot werden auch für alkoholfreie Weine genutzt. So können bekannte Geschmacksprofile erhalten bleiben.
Reserve
Reserve bezeichnet Weine oder Sekte, die länger gelagert wurden. Sie sind meist komplexer und hochwertiger. Auch bei alkoholfreien Varianten nutzen Hersteller den Begriff für Premiumprodukte.
Restsüße
Restsüße bezeichnet den Zucker, der nach der Gärung im Wein verbleibt. Bei alkoholfreien Varianten ist sie oft etwas höher, um den fehlenden Alkohol auszugleichen. Sie beeinflusst, ob ein Wein Trocken, Halbtrocken oder süß wirkt.
Riesling
Riesling ist eine deutsche Traditionsrebsorte mit hohem Säuregehalt und fruchtigen Aromen. Entalkoholisiert bleibt seine charakteristische Frische erhalten. Er ist eine der beliebtesten Sorten für alkoholfreie Weißweine.
Rosé alkoholfrei
Alkoholfreier Rosé ist ein leichter, fruchtiger Wein in rosafarbener Tönung. Er erinnert geschmacklich an Beeren und ist besonders im Sommer beliebt. Durch seine Frische eignet er sich auch gut für Aperitifs.
Säuregehalt
Der Säuregehalt beeinflusst Frische, Lebendigkeit und Balance eines Weins. Besonders bei Weiß- und Schaumweinen spielt er eine große Rolle. In alkoholfreien Varianten sorgt er für Spannung und Ausgleich zur Süße.
Schaumweinsteuer
Die Schaumweinsteuer ist eine Abgabe auf alkoholhaltigen Sekt in Deutschland. Auf alkoholfreie Produkte fällt sie nicht an, was sie günstiger macht. Das ist ein zusätzlicher Vorteil für Konsumenten.
Secco
Secco ist eine leichtere, weniger stark perlende Variante von Sekt. In alkoholfreier Form wirkt er besonders frisch und unkompliziert. Er ist eine beliebte Alternative für den Alltag.
Sekt
Sekt ist die deutsche Bezeichnung für Schaumwein. Er wird durch Kohlensäure spritzig und eignet sich hervorragend für Feiern. Alkoholfreier Sekt ermöglicht es allen, am Anstoßen teilzunehmen.
Spritzigkeit
Spritzigkeit beschreibt das lebhafte, erfrischende Gefühl der Kohlensäure im Mund. Sie ist ein zentrales Merkmal von Sekt und Prosecco, ob mit oder ohne Alkohol. Eine gute Spritzigkeit macht das Getränk animierend.
Tannine
Tannine sind Gerbstoffe, die vor allem in Rotweinen vorkommen. Sie sorgen für ein herbes, adstringierendes Mundgefühl. Auch nach der Entalkoholisierung bleiben sie erhalten und prägen den Geschmack.
Terroir
Terroir bezeichnet das Zusammenspiel von Boden, Klima und Lage, das den Charakter einer Rebe prägt. Auch alkoholfreie Weine spiegeln diese Einflüsse wider. Dadurch bleibt ihre Herkunft erkennbar.
Traditionelle Methode
Die Traditionelle Methode (Méthode Traditionnelle) ist die klassische Flaschengärung für Schaumweine. Sie gilt als besonders hochwertiges Herstellungsverfahren.
Traubenmostkonzentrat
Traubenmostkonzentrat wird oft als Süßungsmittel in alkoholfreien Weinen und Sekten verwendet. Es verstärkt die Frucht und gleicht fehlende Fülle aus. Dadurch wirkt das Getränk harmonischer.
Trocken
Trocken ist eine Geschmacksangabe für Weine mit sehr wenig Restsüße. Alkoholfreie trockene Varianten wirken frisch und klar, können aber strenger schmecken, da der Alkohol fehlt. Sie sind beliebt bei Konsumenten, die herbe Weine bevorzugen.
